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05
Aug

Tarifvertrag hotel und gaststätten niedersachsen allgemeinverbindlich

Nach den jüngsten Zahlen des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Thema “Hotel und Gaststätten und sonstige Dienstleistungen” waren 2010 rund 34 Prozent der Betriebe mit fünf und mehr Beschäftigten in Westdeutschland und 12 Prozent in Ostdeutschland von branchenübergreifenden Tarifverhandlungen betroffen (2009: 34 % bzw. 13 %). Weitere 1 % der Betriebe in Westdeutschland und 2 % der Betriebe in Ostdeutschland waren durch Tarifverträge auf betrieblicher Ebene abgedeckt (2009: 1 % und 1 %). Die DEHOGA rechnet in den kommenden drei Jahren mit einem zunehmenden Wettbewerb in der Hotellerie, da rund 400 geplante neue Hotels mehr als 70.000 Zimmer auf einen Markt bringen werden, der bereits von Überkapazitäten geprägt ist. Der Restaurant-, Bar- und Cafébereich sieht sich laut DEHOGA zunehmender Konkurrenz durch Einzelhandelsgeschäfte und Tankstellen ausgesetzt. Der Arbeitgeberverband sieht in der Qualität des Dienstes einen Schlüssel zum Erfolg. BdS hat keine OT-Mitgliedschaft. Seit 2010 erlaubt der BdS seinen Mitgliedern, alternativ Einzelarbeitgeberverträge mit der NGG abzuschließen. Nach verschiedenen Berichten der Gewerkschaft Nahrung – Genuß – Gaststaetten, NGG sowie des Arbeitgeberverbandes Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) waren der HORECA-Sektor und insbesondere die Hotellerie von der Finanz- und Wirtschaftskrise schwer betroffen.

Unternehmen reduzierten oder sagten Seminare, Konferenzen und Geschäftsreisen ab. Laut dem Winterbericht 2009/2010 der DEHOGA, der auf einer Umfrage unter Eigentümern und Managern von 2.000 Hotels und 2.000 Restaurants basiert, meldete mehr als die Hälfte der Befragten 2009 einen Rückgang des Geschäftsvolumens. Entgegen dem Gesamttrend konnten Fast-Food-Ketten ihr Geschäftsvolumen 2009 gegenüber 2008 steigern, da die Kunden auf billigere Restaurants umstiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verlor das Hotelgeschäft 2009 im Vergleich zum Vorjahr 8,1 Prozent an Geschäftsvolumen, Während Restaurants und Cafés 4,9 Prozent einbüßten. Die Gastronomie und Kantinenindustrie wurde 2009 durch die hohe Kurzarbeit im verarbeitenden Gewerbe negativ beeinflusst, was dazu führte, dass auch einige Kantinen in Kurzarbeit eintraten. In seinem Sommerbericht 2010 berichtete DEHOGA, dass sich das Geschäft im HORECA-Sektor zu erholen begann. Besonders stark war die konjunkturenge Erholung im Hotelsektor. Die Arbeitsbeziehungen im HORECA-Sektor zeichnen sich dadurch aus, dass die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – begrenzt ist. Während fast die Hälfte der Beschäftigten tarifgebunden sind, arbeitet nur eine kleine Minderheit der Arbeitnehmer in Betrieben, in denen ein Betriebsrat niedergelassen ist.

Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Arbeitsplätze klein sind und die Erwerbsbevölkerung stark fragmentiert ist. Dies macht es für die Gewerkschaft besonders schwierig, eine nachhaltige Präsenz in einer großen Zahl von Betrieben aufzubauen. Der mit Abstand größte Arbeitgeber- und Gewerbeverein ist die DEHOGA, die kleine und mittlere Unternehmen vertritt, von denen sich in den letzten Jahren eine unbekannte, aber vermutlich wachsende Zahl entschieden hat, sich aus den sektoralen Tarifverhandlungen zurückzunehmen.